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DIE NÄCHSTEN TERMINE
9.30 Uhr Gottesdienst in der Lutherkirch
So, 17.01.21 - 09:30 Uhr /
10.30 Uhr Gottesdienst in der Hauptkirch
So, 17.01.21 - 10:30 Uhr / Ev. Hauptkirche Rheydt
11.00 Uhr Gottesdienst in Rheydt-West
So, 17.01.21 - 11:00 Uhr /
Anonyme Alkoholiker - Gruppe
Do, 21.01.21 - 19:30 Uhr /

Gestaltung von Gottesdiensten und Trauerfeiern

Gestaltung von Gottesdiensten und Trauerfeiern

„Im Gottesdienst geschieht keine bloße ‚Weitergabe‘ oder ‚Vermittlung‘ einer Botschaft, sondern eine gemeinsame Aneignung und Vergewisserung … Gottesdienst ist ein gemeinsames Handeln der Versammelten.  …  Zur Beteiligung der Gemeinde gehört besonders auch das Mitsingen der Choräle.“ (M. Meyer-Blanck, Gottesdienstlehre, Tübingen 2011).

An dieses selbstverständliche Grundverständnis von protestantischem Gottesdienst stellt die Corona-Pandemie und ihre Bekämpfung Anfragen.

Aus Gründen der medizinischen Ethik zum Schutz vor der Pandemie (Vorzug der Fürsorge vor der Autonomie, Vorzug des Schaden-Vermeidens vor dem Wohltun, vgl. die Medizinethik nach Beauchamp/ Childress im „Köln-Nijmegener Modell“ (Tom L. Beauchamp und James F. Childress, „Principles of biomedical Ethics“, USA 1989) wiegt das Presbyterium den Schutz der Schwachen stärker als die gottesdienstliche Bestimmung zum gemeinschaftlichen Sprechen und Singen.

Hiermit wird die ethische Maßgabe des EKD-Eckpunkte-Papiers zur Corona-Krise erfüllt: „Der Schutz des Nächsten ist eine dem Glauben an den dreieinigen Gott innewohnende Forderung“ (Gottesdienst in Corona-Zeiten. Eckpunktepapier EKD, Vorwort)

Das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Rheydt hat die aktuellen Regelung der Landeskirche für die Gottesdienste vom 02.12.2020 anlässlich der letzten Aktualisierung der Corona-Schutzverordnung NRW daher zustimmend zur Kenntnis genommen und in seiner Sitzung vom 08.12.2020 beschlossen, dass solange, bis die Landeskirche eine andere Empfehlung veröffentlicht, die nachfolgenden Regelung für die Gemeinde gelten. Dies geschieht im Bewusstsein, dass es eine Maßnahme auf Zeit ist.

1. Abstand und Maskenpflicht

Die Gemeinde sitzt in allen unseren Kirchen und Gemeindehäusern durch eine Sitzordnung immer auf Abstand von mindestens 1,5 Meter und durchgehend mit korrekt zu tragender Maske. Durch diese wird eine Ausbreitung der Aerosole in die Raumluft durch Atmen, Sprechen und Summen stark begrenzt. In den Kirchen und Gemeindehäusern werden Maßnahmen zu Hygiene, Rückverfolgbarkeit, Zugangs- und Ausgangsregelungen, Lüftung usw. eingehalten.

Die Abstands- und Hygieneregelung gilt auch für Freiluftgottesdienste. Entsprechende Konzepte sind von den jeweils vor Ort Verantwortlichen zu erstellen. Kann die Einhaltung des Abstandes nicht gewährleistet werden, wie etwa beim Weihnachtsliedersingen zur Mitternacht an der Hauptkirche, entfällt die Veranstaltung.

2. Höchstzahl der Teilnehmenden

Die Höchstzahl der Teilnehmenden in den Gottesdienststätten ist:

Hauptkirche:             120, zu Heiligabend 150

Lutherkirche:            32

Rheydt-West:            70

Bethaus Pongs         wird noch bekannt gegeben

Friedhof:                    36

3. Singen und Sprechen im Gottesdienst

Um umlaufenden Ängsten von Gemeindegliedern und Mitarbeitenden noch weiter entgegenzukommen, beschließt das Presbyterium eine weitere Reduzierung des Singens und Sprechens im Gottesdienst, ohne es völlig aufzugeben und das Grundverständnis des evangelischen Gottesdienstes, die Beteiligung der Gemeinde betreffend, liturgisch und musikalisch zu unterlaufen.

Der Eingangspsalm wird vom Pfarrer* von der Pfarrerin, evtl. im Wechsel mit dem Lektor* der Lektorin gesprochen. Glaubensbekenntnis und Vaterunser dürfen von der Gemeinde leise unter der Maske mitgesprochen werden. Die Lieder werden von der Gemeinde nicht gesungen – mit Ausnahme des Pfarrers*der Pfarrerin, des Kantors*der Kantorin und der Chorsänger*innen. Die Gemeinde wird jedoch freundlich eingeladen, die Lieder unter der Maske mitzulesen und leise mitzusummen. Es wird nur eine Strophe eines Eingangsliedes und eine Strophe des Schlussliedes gespielt und mitgesummt. Die anderen Lieder sollten nur 2 – 3 Liedstrophen haben.

Chorsingen und Musizieren, auch mit Blasinstrumenten, ist erlaubt – mit der Beachtung der Abstandsregeln (untereinander und zur Emporenbrüstung) und mit stark reduzierter Besetzung je nach Maßgabe der Empore bzw. des Kirchraumes. In anderen Fällen können ein bis zwei Sangesbegabte mit großem Abstand beim Singen der Weihnachtslieder mithelfen.

In der Hauptkirche ist die rechte Chorempore ausschließlich für die Schola reserviert. In Giesenkirchen können eine Sängerin und ein*e gesangs- oder instrumentalische*r Solist*in auf der Empore musizieren – in diesem Fall kann die Gemeinde die Empore jedoch nicht mehr benutzen.  In Rheydt-West bietet die Orgelecke die Möglichkeit, zwischen Musizierenden und Gemeinde einen Abstand von mindestens 5 Metern einzuhalten.

Die Gemeinde wird auf den Gottesdienstblättern auf diese Regelungen hingewiesen.

3. Gottesdienste auf dem Friedhof

Aus gegebenem Anlass wurde der Abstand der*des Geistlichen zur Gemeinde bemängelt. Die Kanzel ist daher inzwischen um einen Meter zurückgestellt worden, um ausreichenden Abstand zur Gemeinde zu gewährleisten. Ebenfalls sollte die*der Geistliche durch die Tür hinter der Kanzel eintreten und auf dem dortigen Stuhl Platz nehmen. Es soll nicht mehr als eine Liedstrophe zu Beginn und eine zum Schluss durch die Organistin*den Organisten gesungen werden. Die*der Geistliche darf die Organistin*den Organisten beim Singen gerne unterstützen, aber nicht von der Kanzel aus, sondern vom o.g. Stuhl. Auch beim Aussegnen soll der Abstand zu Gemeinde möglichst gewahrt werden. Die o.g. Regelungen für Gottesdienste gelten entsprechend.

Das Presbyterium betont zugleich noch einmal die Notwendigkeit des Lüftens der Räume vor, während und nach den Gottesdiensten, entsprechend der jeweiligen räumlichen Gegebenheiten.