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18.00 Uhr ökumenisches Friedensgebet -
Mi, 03.03.21 - 18:00 Uhr /
Anonyme Alkoholiker - Gruppe
Do, 04.03.21 - 19:30 Uhr /
Offene Hauptkirche am Weltgebetstag
Fr, 05.03.21 - 15:00 Uhr /
Anonyme Alkoholiker - Gruppe
Fr, 05.03.21 - 19:30 Uhr /

Bericht von der Landessynode 2021

Die diesjährige Landessynode war außergewöhnlich. Wir haben uns nicht wie sonst immer in Bad Neuenahr, sondern wegen Corona nur am Computerbildschirm getroffen. Das war eine Herausforderung für die Augen und den Rücken nach stundenlangem Sitzen und Bildschirm-Schauen. Sehr gefehlt hat mir auch, liebe Kolleginnen und Synodale zu treffen und mit ihnen das Leben, Gott und die Welt zu besprechen und theologisch zu fachsimpeln. Da es keine Begegnung am Frühstückstisch, beim Kaffee in den Pausen oder beim abendlichen Bier gab, war auch nicht zu spüren, wie die Stimmung wohl sein würde bei der wichtigen Wahl des neuen Präses. Meiner Meinung nach hat aber der beste Kandidat, Dr. Thorsten Latzel, bisher Leiter der Ev. Akademie in Frankfurt am Main, bereits im ersten Wahlgang mit sehr deutlicher Mehrheit gewonnen. Er bringt auch Erfahrung aus der Gemeindearbeit und aus der Zukunftsarbeit der Ev. Kirche in Deutschland mit. Bei dieser Wahl war wie bei allen anderen Entscheidungen zu spüren, dass die Landessynode in der jetzt wieder neu gewählten Besetzung deutlich den ehrlichen Willen hat, die Kirche zukunftsfähig umzubauen.

Beide großen Kirchen werden gemeinsam auch zahlenmäßig bald nur noch die Minderheit der deutschen Bevölkerung als Mitglieder haben. Darum muss aber nicht der Bedeutungsverlust beklagt werden, sondern mit „leichtem Gepäck“ (so der bisherige Präses Manfred Rekowski) und schlankeren Strukturen kann die frohe Botschaft des Evangeliums mit gesellschaftlicher Bedeutung viel Resonanz finden. Aber das bedeutet, zukünftig Kirche weniger als Verein und mehr als Bewegung mit Projekten und sich ergänzenden, unterschiedlichen Gemeindeformen, weniger als Pfarrerkirche, dafür mehr mit Teams aus verschiedenen Haupt- und Ehrenamtlichen, weniger als Machtanspruch und „Bezirksfürstentum“ und mehr als Netzwerk zu verstehen. Dazu soll deutlicher werden, dass es keine Trennung geben darf, sondern es eine Verbindung geben muss von Frömmigkeit, Bildung, Kultur und sozialem Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

In der Sprache des theologischen Ausschusses: Kirche muss „Lobbyistin der GOTT-Offenheit werden“, „Teamplayerin“ und „Agentin des Wandels“, auch im Einsatz für Klima, Flüchtlingsschutz und Frieden in Kooperation mit anderen gesellschaftlichen Gruppen wie z.B. „Fridays for Future“. Da werden wir Zukunftsüberlegungen für die Kirche, auch aus Sicht der EKD, näher untersuchen. Jedenfalls, so Gott will und wir uns dann treffen dürfen…
Einige Beschlüsse der Landessynode werden in den nächsten Ausgaben der Kirchlichen Nachrichten auch noch etwas ausführlicher dargestellt werden.

Pfr. Stephan Dedring

Wer mehr über die Landessynode erfahren möchte, wird herzlich von Dietrich Denker und Stephan Dedring eingeladen, am Donnerstag, dem 11. März 2021, um 19.30 Uhr, in die Hauptkirche zu kommen.