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DIE NÄCHSTEN TERMINE
9.30 Uhr Gottesdienst in der Lutherkirch
Sun, 13.06.21 - 09:30 Uhr /
10.30 Uhr Gottesdienst in der Hauptkirch
Sun, 13.06.21 - 10:30 Uhr /
11.00 Uhr Gottesdienst in Rheydt-West
Sun, 13.06.21 - 11:00 Uhr /
18.00 Uhr ökumenisches Friedensgebet in
Wed, 16.06.21 - 18:00 Uhr /

Wochenspruch Sacharja 4,6b

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.

Sind wir eigentlich von allen guten Geistern verlassen? Kaum sagt irgendjemand etwas, was anderen nicht passt, kommt es schon zum „shitstorm“ im Internet, allzu viele fangen an zu beschimpfen und zu bedrohen, selbst wenn sie noch gar nicht gelesen haben, worum es geht.  Es wird nicht zugehört, das Hirn wird ausgeschaltet, das Klischee dominiert.  Die Demokratie wird verunglimpft, auch wenn man gerade ihre Freiheitsrechte dazu missbraucht, Politiker werden bedroht, die sich für uns einsetzen.  Eine andere Meinung auszuhalten und zu diskutieren, auch wenn sie mir nicht gefällt, war mal ein Aushängeschild der Aufklärung und fällt heute vielen offenbar schwer, auch wenn es um Schauspieler oder Kirchenvertreter geht.

Dabei   war   die   Verständigung   der   Verschiedenen genau das bestaunte Urereignis von Pfingsten, damals in Jerusalem, als Menschen aus Phrygien und Pamphylien …  Sie wissen schon…  „Wir hören sie in unseren Sprachen reden…!“ Alle verstanden einander.

Diesen Geist brauchen wir auch heute wieder dringend, denn es wird nicht durch Heer oder Kraft geschehen, dass die Menschen zu mehr Frieden und Vernunft, Gelassenheit, Demut und Streitkultur finden. Dazu braucht es einen anderen Geist, der andere Handlungsmuster ermöglicht. Was könnte mehr helfen als der gute Geist Gottes? Der Geist des Lebens, das sich zu Ostern Bahn gebrochen hat in der Auferweckung Jesu Christi, der Geist des Neuanfangs miteinander wie neu geborene Kinder (Quasimodogeniti), der Geist der Barmherzigkeit (Miserikordias), der Freude und des Jubels (Jubilate), der Kraft des Singens (Kantate), des Betens (Rogate), des Hörens (Exaudi) auf den, der uns zum Frieden ruft, weil er selbst mit uns Frieden schließen will. Die Sonntage der Osterzeit geben uns die Richtung vor.  Können wir spüren, hören, aufnehmen?  Alles fängt im Kleinen, auch bei mir, an. Einübung ist nötig. Dann werden wir den pfingstlichen Geist nicht verpassen, der uns frei und wahrhaftig machen will.  Möge sein Brausen unsere Herzen, unsere Kirche und unsere ganze Welt erfüllen und zum Frieden bewegen!

Komm, o komm, du Geist des Lebens,
wahrer Gott von Ewigkeit!
Deine Kraft sei nicht vergebens,
sie erfüll uns jederzeit;
so wird Leben, Licht und Schein
in dem dunklen Herzen sein.

Gib in unser Herz und Sinnen
Weisheit, Rat, Verstand und Zucht,
dass wir anders nichts beginnen
als nur, was dein Wille sucht;
dein Erkenntnis werde groß,
und mach uns vom Irrtum los!
(EG 134, 1+2; Heinrich Held 1658)