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Wochenspruch Offenbarung 1,18

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.

In diesen Wochen erwacht die Natur wieder zum Leben. Auch wenn es noch ziemlich kalt werden kann, sogar schneien, die Vögel singen wieder und spielen miteinander, auf den Wiesen und an den Bäumen erscheint wieder grün, in den Parks und Gärten wird es wieder bunt. Wir haben wieder Lust auf Blumen auf dem Tisch, das Licht der Sonne kann uns wieder wärmen. Wie schön und sogar tröstlich kann die Natur sein.

In solchen Zeiten mag man daran denken, was die Bibel von dieser Erde erzählt und glaubt: Diese Erde ist von Gott mit so viel Schönheit erdacht und ins Dasein gerufen worden. Sie war bestimmt als eine im besten Sinne heile Welt, in der die Menschen sich am Leben freuen sollten, so wollte das Gott. In ihr sollten Menschen miteinander wirken und mit dieser Welt vertraut werden, auch für sie Verantwortung übernehmen, als Ebenbild Gottes, so war es gedacht. Sie sollten Gottes Gabe pflegen, nicht ausnutzen, die Tiere lieben, nicht töten, gestalten, aber nicht ausbeuten: Wasser, Erde und Luft, Pflanzen, Tiere und einander. Eine Welt ohne Gewalt. So war es gedacht.

Was ist daraus geworden? Wir wissen es. Erst die Lüge. Dann die Gewalt. Dann das Leben auf Kosten und zu Lasten von anderen. Aus Verantwortung für die Welt („Wo ist Dein Bruder?“) wurde Tyrannis und Zerstörung, Tränen, Leid und Tod. Wir können uns diese Welt kaum noch anders vorstellen. Der Mensch, als Mann und Frau, hat seine Verantwortung katastrophal verfehlt. Kein Tag, an dem wir das nicht bemerken könnten. Gibt es eine Erlösung, gibt es einen Heiland, gibt es Menschen, an denen wir uns orientieren können? Wer könnte ihn senden außer Gott allein?

In diesen Tagen denken wir daran, wie Jesus wurde, was er ist. Ein besonderer Mensch, ja, aber mehr als das. Die Stimme Gottes auf dieser Erde, ja, und doch uns viel näher als das. Er ist der Mensch, der erfüllen soll, was die Bestimmung des Menschen in dieser Welt sein sollte. Er und die Männer und Frauen, die an ihn glauben und so leben wie er, werden zu dem, wozu Frauen und Männer bestimmt sind: zum Ebenbild Gottes.

Wie aber wird Jesus zu dem, der er ist? Die Feste dieser Tage halten es uns vor Augen. Am Gründonnerstag feiern wir in der Kirche, wie Jesus eine Gemeinschaft stiftet über seinen Tod hinaus, wie er den Seinen die Füße wäscht als Zeichen der Vergebung, wie er mit den Seinen Brot und Wein teilt, im Glauben an die Kraft des Verzeihens, wie sie gemeinsam essen und trinken, mitten in der Nacht.

Wie wird Jesus zu dem, der er ist? Jesus geht einen Weg, der ihn und die Seinen zu dem macht, der er ist und was sie sind. Ein Weg mit Leid, ein Weg mit Tod. Beide werden überwunden, nicht ignoriert, sondern getragen. Jesus bleibt sich treu. Jesus bleibt seinem Gott treu. Er überwindet das Böse mit Gutem. Das hebt ihn heraus.

Wie wird Jesus zu dem, der er ist? Und wie werden die Seinen zu dem, was sie sein sollen? Durch Gott selbst, der sich selbst treu bleibt, als Schöpfer einer ganzen Welt. Am Ostersonntag, dem Tag, an dem sich die Erschaffung des Himmels und der Erde und des Lichtes wiederholt – so feiert es die Kirche -, ersteht Jesus von den Toten und begegnet seinen Jüngerinnen und Jüngern. Nun ist er, was wir sein werden: bei Gott, lebendig, und doch nicht fern von dieser Welt, sondern vertraut mit allem, sogar der Hölle. Nichts kann ihn mehr fangen. Er ist frei und doch in Liebe verbunden: seinen Jüngern, dieser Welt, den Menschen, uns. Nun ist es nicht mehr unvorstellbar, Gott zu finden. Wo Jesu Name und Jesu Geist ist, da finden sich auch Weg, Wahrheit und Leben. Da finden sich Licht in der Finsternis, Wasser des Lebens, Auferstehung. Jesu Auferstehung sagt seinen Jüngern: Er ist eins mit Gott im Reich Gottes. Aber das ist nicht mehr fern, sondern nahe herbeigekommen, denn wer sich Jesus zuwendet, ist da, wo Gott zu finden ist. In der Gemeinschaft, auch im Leiden, noch viel mehr in der Freude des neuen Lebens. Wir hören die Vögel wieder singen, sehen die Farben wieder, stehen wieder auf, um uns diese Welt neu vertraut zu machen. Die Welt hat wieder einen Sinn.